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Saarbrücken

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Saarbrücken Artikel

Wappen Karte
Wappen (http://www.ngw.nl/int/dld/s/saarbruc.htm) Saarbrücken Beschreibung
Basisdaten
Bundesland: Saarland
Landkreis: Stadtverband Saarbrücken
Fläche: 167,07 km²
Einwohner: 182.505 (31.12.2002)
Ausländeranteil: 25.363 (31.12.2002)
Bevölkerungsdichte: 1.092 Einwohner je km²
Höhe: 190 m ü. NN
Postleitzahlen: 66001-66133 (alt: 6600)
Vorwahlen: 0681, 06893, 06897,
06898, 06805
Geografische Lage: 49° 14' n. Br.
06° 60' ö. L.
Kfz-Kennzeichen: SB
Gemeindeschlüssel: 10 0 41 100
Stadtgliederung: 4 Stadtbezirke mit
20 Stadtteilen
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathaus St. Johann
66111 Saarbrücken
Offizielle Webseite: www.saarbruecken.de
E-Mail-Adresse: kundenberatung@saarbruecken.de (mailto:kundenberatung@saarbruecken.de)
Politik
Oberbürgermeisterin: Charlotte Britz (SPD)
Stärkste Fraktionen: CDU und SPD
Regierung: CDU und Grüne

Saarbrücken (französisch Sarrebruck), ist die Landeshauptstadt, größte Stadt und einzige Großstadt (seit 1909) des Saarlandes. Die Universitätsstadt ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Saarlandes. Sie bildet das einzige Oberzentrum des Landes und ist Sitz des Stadtverbands Saarbrücken, ein Kommunalverband besonderer Art, vergleichbar einem Landkreis.

Nächst gelegene größere Städte sind Luxemburg(Stadt) (L)(etwa 100 km nordwestlich), Nancy (F)(rund 100 km südlich), Metz (F)(circa 70 km südwestlich), Karlsruhe (etwa 100 km östlich) und Mannheim (rund 130 km nordöstlich), außerdem Reims (F)(250 km westlich) und Paris (F) (400 km westlich).

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Das große Wimmelbilderbuch. Durch Stadt und Land. Maxiausgabe (Bilderbücher) Der Kauf hat sich gelohnt! Ich finde das Buch toll. Es ist schön gezeichnet, besonders die Personen in ihren Tätigkeiten. Es sind wirklich hunderte kleine Geschichten in diesem Buch versteckt. Ab und zu ist die Geschichte der Bilder ein wenig verrückt, aber ich finde das eher positiv. So kann man seiner Phantasie freien lauf lassen, zB woher...

Geografie

Saarbrücken liegt in einer durch die Saar geschaffenen breiten Talaue und weiten Terassenflächen des Flusses. Die nördliche Talrand wird von einer langen Kette von Höhenvorsprüngen besäumt. Am südlichen Stadtrand ziehen sich die Höhen des Stiftswaldes und des Roten Berges hin.

Buch-Tipp: Der König der purpurnen Stadt. wundervolle Lesestunden auf beinahe 1 Tausend Seiten!!! Rebecca Gable führt durch einige Jahre des Londoner Jonah Durham. Dieser wird trotz aller Schwierigkeiten mit seinem Vetter Rupert Hillock, der auch sein Lehrherr ist, zu einem angesehenen und reichen Tuchhändler - auch Dank seiner guten Verbindung zu dem Hof und dort speziell zu Königin Philippa....

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Saarbrücken, sie werden in dem Uhrzeigersinn beginnend in dem Norden genannt:

Quierschied und Sulzbach (Saar) (Stadtverband Saarbrücken), St. Ingbert und Mandelbachtal (Saarpfalz-Kreis), Kleinblittersdorf (Stadtverband Saarbrücken), Alsting , Spicheren und Forbach (alle in Frankreich) sowie Großrosseln, Völklingen, Püttlingen, Riegelsberg und Heusweiler (alle Stadtverband Saarbrücken)

Buch-Tipp: Die Stadt der Blinden. Der Mensch ist des Menschen Wolf Nobelpreisträger Saramago illustriert mit seinem Werk äußerst plastisch, wie zerbrechlich die menschliche Zivilisiertheit ist. Nachdem sich die Epidemie einer weißen Blindheit über die Bewohner einer Stadt gelegt hat, dauert es ca. wenige Tage, bis die alten Regeln eines zivilisierten Miteinanders außer Kraft...

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Saarbrücken ist gemäß § 1 der "Satzung über die Einteilung der Landeshauptstadt Saarbrücken in Stadtbezirke" in die 4 Stadtbezirke Mitte, Dudweiler, West und Halberg gegliedert, wobei der Stadtbezirk Dudweiler eine eigene Bezirksverwaltung hat. In jedem Stadtbezirk gibt es einen Bezirksbeirat und einen Bezirksbürgermeister. Die Bezirksbeiräte sind zu wichtigen, den Bezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt dann jedoch dem Gemeinderat der Gesamtstadt Saarbrücken. Die Stadtbezirke sind in Stadtteile und diese wiederum in Distrikte untergliedert. Diese Einteilung der Distrikte dient jedoch lediglich statistischen Zwecken.

Die Stadtbezirke mit ihrer amtlichen Nummer sowie deren zugehörige Stadtteile (Siehe auch Liste der Stadtteile von Saarbrücken):

  • 1 Mitte: 11 Alt-Saarbrücken - 12 Malstatt - 13 St. Johann - 14 Eschberg - 16 St. Arnual
  • 2 West: 21 Gersweiler - 22 Klarenthal - 23 Altenkessel - 24 Burbach
  • 3 Dudweiler: 31 Dudweiler: 32 Jägersfreude - 33 Herrensohr - 34 Scheidt
  • 4 Halberg: 42 Schafbrücke - 43 Bischmisheim - 44 Ensheim - 45 Brebach-Fechingen - 46 Eschringen - 47 Güdingen - 48 Bübingen
Buch-Tipp: Die Stadt der träumenden Bücher. Ein Roman aus Zamonien von Hildegunst von Mythenmetz Einfach wunderbar! "Die Stadt der träumenden Bücher" ist mein erstes Buch von Walter Moers und ich muss sagen, dass ich von der ersten Seite an begeistert war! Moers gelingt es ganz wunderbar, den Leser in seine Welt einzubinden, seine übersprudelnde Phantasie macht einfach Spaß zu lesen und am besten gefallen mir seine genialen Wortschöpfungen....

Geschichte

Saarbrücken wird in einer Schenkungsurkunde Kaisers Otto III. in dem Jahre 999 erstmals als Königsburg „castellum Sarabrucca“ erwähnt. Ab 1120 entsteht die Grafschaft Saarbrücken, in welcher sich in der Umgebung der Burg durch Ansiedlung von Burgmannen, Händlern und Schutzsuchenden die Siedlung Saarbrücken entwickelt. 1353 fällt Saarbrücken an das Haus Nassau.

1575 wird in der Grafschaft Nassau-Saarbrücken die Reformation nach lutherischem Bekenntnis eingeführt. Nach dem Regierungsantritt von Wilhelm-Heinrich in dem Jahr 1741 erlebt die Stadt einen ungeheueren wirtschaftlichen Aufschwung, Steinkohlengruben werden verstaatlicht, Eisenschmelzen entstehen. Ferner entsteht das barocke Residenzschloss Saarbrücken und zahlreiche andere Bauten. 1775 wird die Ludwigskirche, eines der bedeutendsten Barockbauten Deutschlands und Wahrzeichen der Stadt Saarbrücken vollendet.

1793 wird die Stadt von französischen Revolutionstruppen besetzt, das Barockschloss geplündert und niedergebrannt. Durch die Friedensschlüsse von Campo Formio und Lunéville 1797/1801 kommt die Grafschaft Saarbrücken zu Frankreich.

Im Jahre 1815 kommt das Gebiet an das Königreich Preußen. Dieser bildet in dem Raum Saarbrücken die Bürgermeisterei Saarbrücken mit den Stadtgemeinden Saarbrücken und St. Johann sowie den Landgemeinden Malstatt, Burbach, Brebach und Rußhütte. Saarbrücken wird Sitz eines Landkreises innerhalb des Regierungsbezirks Trier der Provinz Großherzogtum Niederrhein, die 1822 in der Rheinprovinz aufgeht. Sprachgeschichtlich kommt es zwischen dem Ende des 17. und Mitte des 19. Jahrhundert aufgrund der wechselnden politischen Einflüsse zu einer Verschiebung vom moselfränkischen zu dem rheinfränkischen Dialekt, schließlich zu einem einheitlichen Stadtdialekt. Zwischen 1897 und 1900 wird das Rathaus St. Johann erbaut, welches später das Rathaus der Großstadt Saarbrücken wird.

Durch Vertrag vom 5.12.1908 werden die selbständigen Städte Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach mit Wirkung vom 1.04 1909 zu einer Stadt mit dem Namen "Saarbrücken" vereinigt. Die bisherige Stadt Saarbrücken wird künftig mit der Nennung Alt-Saarbrücken geführt. Die neue Stadt Saarbrücken hat bei ihrer Gründung etwa 105 Tausend Einwohner und ist damit die fünftgrößte linksrheinische deutsche Großstadt. Gleichzeitig scheidet die Stadt Saarbrücken aus dem Landkreis Saarbrücken aus und wird eine kreisfreie Stadt. Der Streit über den zu wählenden Stadtnamen, Saarbrücken oder St. Johann, führte zu einem in dem ganzen Deutschen Reich belächelten Skandal. Die Bürgermeister der beiden Städte entschieden die Namensgebung in einem Duell unter Ehrenmänner. Beide überlebten, aber Duelle wurden danach in Deutschland endgültig verboten.

Infolge der Bestimmungen des Friedensvertrags von Versailles in dem Jahr 1919 wird das Saarland und mit ihm die Stadt Saarbrücken unter die Verwaltung des Völkerbundes gestellt. Durch eine Volksabstimmung in dem Jahre 1935 entscheidet sich die Bevölkerung wieder für den Anschluss des Saarlandes an Deutschland.

Saarbrücken Beschreibung
Saarbrücken Beschreibung
Markttag in Saarbrücken

Im Zweiten Weltkrieg wird Saarbrücken durch Bombenangriffe, 2.-4. Oktober 1944, stark zerstört. In dem Mai 1945 wird die Stadt wie das gesamte Saarland unter französische Militärregierung gestellt. Zwei Jahre später wird das Saarland ein autonomer Staat mit der Hauptstadt Saarbrücken. Die Bevölkerung lehnt 1955 das Saarstatut ab. Statt dessen wird das Land 1957 elftes Bundesland (incl. Berlin) der Bundesrepublik Deutschland.

Mit der Kreis- und Gebietsreform 1974 wird Saarbrücken um 11 umliegende Städte und Gemeinden vergrößert. Die Einwohnerzahl verdoppelt sich nahezu. Gleichzeitig wird die bislang kreisfreie Stadt mit dem Landkreis Saarbrücken zu dem Stadtverband Saarbrücken vereinigt. Damit entsteht erstmals in Deutschland ein Kommunalverband besonderer Art, der einem Landkreis vergleichbar ist.

Zum 1. April 2004 tritt der auch in der zweiten Instanz wegen Untreue verurteilte Saarbrücker Oberbürgermeister Hajo Hoffmann zurück, nach dem er bereits in dem August 2002 von seinem Amt suspendiert wurde. Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen, da er für den Bau seines Privathauses Rechnungen für Bauleistungen und die Anlage des Gartens zunächst nicht selbst bezahlte, sondern diese von der städtischen Siedlungsgesellschaft bezahlt wurden.

Buch-Tipp: Die Stadt der wilden Götter. ECHT KLASSE !!! Die Stadt der wilden Götter ist echt toll, weil man richtig eintauchen kann. Alex und Nadia in dem Regenwald zu begleiten ist sehr schön. Als ich mit dem Buch fertig war war ich traurig, aber da hatte ich noch nicht gewusst, dass es noch zwei weitere bücher von Alex und Nadia gibt. Im Reich des goldenen Drachen und In dem Bann der Masken....

Eingemeindungen

Ehemals selbständige Gemeinden und Gemarkungen, die in die Stadt Saarbrücken eingegliedert wurden.


Jahr Orte Zuwachs in ha
1896 St. Arnual  ?
1.4.1909 Vereinigung der Städte Saarbrücken,
St. Johann und Malstatt-Burbach
 ?
1.1.1960 Gemarkung Eschberg der Gemeinde Scheidt  ?
1.1.1974 Dudweiler (Stadt) sowie Altenkessel, Bischmisheim,
Brebach-Fechingen (gebildet am 1.1.1959), Bübingen,
Ensheim, Eschringen, Gersweiler, Güdingen,
Klarenthal, Schafbrücke und Scheidt
 ?


Buch-Tipp: Die drei ???. Stadt der Vampire (drei Fragezeichen) Ein idyllischer Ausflug nach Yonderwood. . . Schön, endlich ein neues Buch der drei ??? und meine Erwartungen wurden erfüllt! Es mag nicht die beste Folge aller Zeiten sein und so manche Handlung kommt einem irgendwie bekannt vor, aber die Spannung ist bis zu dem Schluss gegeben und darauf kommt es ja an. Die Story bzw. die Athmosphäre lässt auch...

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nachdem jeweiligen Gebietsstand. Volkszählungsergebnisse (&sup1) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.


Jahr Einwohnerzahlen
1628 2.732
1769 2.847
1802 3.110
1840 4.702
1871 7.680
1890 13.812
1900 23.242
Jahr Einwohnerzahlen
1910 105.089
16.06 1920 115.850
16.06 1930 128.850
17.05 1939 &sup1 130.772
13.09 1950 &sup1 111.696
6.06 1961 &sup1 131.782
27.05 1970 &sup1 127.989
Jahr Einwohnerzahlen
30.06 1975 205.400
30.06 1980 193.700
30.06 1985 187.600
27.05 1987 &sup1 188.702
30.06 1997 186.700

&sup1 Volkszählungsergebnis

Buch-Tipp: Die vergessene Stadt. Herrscher der drei Reiche. Die Zauberschiffe 05 + 06. toll, einfach gut. Habe mir das Buch vorbestellt, es letzten Freitag bekommen und das Wochenende damit verbracht bis ich es durch hatte. Es lässt einfach einen nicht los. . . Wer die Vorgeschichte kennt, muss den Schluss auch lesen. Dieser arrogante Drache nervt schon etwas, aber ansonsten wachsen alle anderen Charaktere mit der Geschichte mit...

Religionen

Das Gebiet der heutigen Stadt Saarbrücken gehörte anfangs zur Diözese Metz in Lothringen beziehungsweise zu dem Erzbistum Trier. Die Grenze verlief zwischen Saarbrücken und St. Johann einerseits sowie Malstatt und Burbach andererseits. In dem Jahre 1575 führte Graf Philipp III. von Nassau-Saarbrücken die Reformation nach lutherischem Bekenntnis ein. Daher war das heutige Stadtgebiet über viele Jahrhunderte vorwiegend evangelisch. Ab dem 17. Jahrhundert gab es neben lutherischen Gemeinden auch eine reformierte Pfarrei. Nach dem Übergang an Preußen in dem Jahre 1815 wurde Saarbrücken Teil der späteren Rheinprovinz. Die evangelischen Kirchengemeinden gehören seither - sofern sie nicht Glieder einer Freikirche sind - zur Evangelischen Kirche im Rheinland. Innerhalb dieser gehören sie zu dem "Kirchenkreis Saarbrücken".

Der erste katholische Gottesdienst in dem heutigen Stadtgebiet Saarbrückens wurde erst wieder 1680 in einer Notkirche in St. Johann abgehalten. Die erste katholische Pfarrei wurde aber erst 1803 in St. Johann errichtet. Hier stand auch die Kirche, zu der alle Katholiken des heutigen Stadtgebiets gehörten. In Saarbrücken selbst entstand dann erst in dem Jahre 1885 eine weitere katholische Kirche. Heute gehören die römisch-katholischen Bewohner der Stadt zu dem Dekanat Brebach-Saarbrücken des Bistums Trier.

Buch-Tipp: DuMont Reise-Taschenbuch Rom Gut aber nicht perfekt Der Führer durfte mich in Rom begleiten und den Weg weisen (oder auch nicht). Letzteres ist auch mein großer Kritikpunkt an diesem Werk, ich finde den Stadtplan sehr unpraktisch und unübersichtlich. Die Gebiete sind willkürlich und unübersichtlich auf einzelne oder mehrere Seiten verteilt, die Logik der Anordnung hat sich...

Politik

An der Spitze der Städte Saarbrücken und St. Johann standen über die Jahrhunderte Gerichtsleute, die vom Landesherr zu dem Teil zu dem "Meier" und zu "Heimburgen" ernannt wurden. Sie übten mit den Schöffen das Gericht über die Stadt aus. Beide Städte erledigten ihre Amtsgeschäfte relativ autonom, doch gab es auch eine gemeinsame Behörde. Später nannte sich der Ortsvorsteher von Saarbrücken "Meier", der von St. Johann ab 1458 "Bürgermeister", deren Ämter ab dem 17. Jahrhundert jährlich wechselten. Ab 1689 gab es anstelle des Meiers in Saarbrücken einen Oberamtmann, ab 1724 einen Stadt- und Oberschultheiß und gegen Ende des 18. Jahrhunderts einen Stadtamtmann. Mit der französischen Besetzung der Stadt wurde 1799 die Munizipalverfassung eingeführt. Beide Städte bildeten forthin eine politische Gemeinde, zu dessen Kanton 1800 auch die Orte Malstatt und Burbach zugeschlagen wurde. Innerhalb des Kantons wurde die Mairie (später Bürgermeisterei) Saarbrücken geschaffen. Ihr gehörten die Städte Saarbrücken und St. Johann sowie die Dörfer Malstatt, Burbach, St. Arnual, Brebach, Güdingen, Fechingen, Bischmisheim, Gersweiler und Klarenthal an. Nach dem Anschluss an Preußen wurde die Municipalverfassung zunächst noch beibehalten, doch erhielt der Maire künftig die Nennung Oberbürgermeister, ab 1819 Bürgermeister. In Saarbrücken und St. Johann wurde 1859 die preußische Städteordnung eingeführt. St. Johann hatte bereits seit 1820 vergeblich versucht, sich aus der Bürgermeisterei Saarbrücken zu lösen, was schließlich 1862 genehmigt wurde. Da jedoch die Städte so dicht beieinander lagen, versuchte man ab 1905 erneut eine Fusion, die dann zu dem 1. April 1909 erreicht werden konnte.

Die Stadtoberhäupter von Saarbrücken seit 1909:

  • 1909 - 1919: Emil Mangold
  • 1919 - 1920: August Carl Klein
  • 1921 - 1935: Dr. Hans Neikes
  • 1935 - 1937: Ernst Dürrfeldt
  • 1937 - 1945: Fritz Schwitzgebel
  • 1945: Heinrich Wahlster
  • 1945 - 1946: Dr. Emil Peter Heim
  • 1946 - 1949: Dr. Franz Maria Singer , Bürgermeister
  • 1949: Johann Heinrich Barth , Bürgermeister
  • 1949 - 1956: Peter Zimmer , Bürgermeister
  • 1956 - 1957: Johann Ecken , Beigeordneter
  • 1957 - 1976: Fritz Schuster , Oberbürgermeister
  • 1976 - 1985: Oskar Lafontaine, Oberbürgermeister, SPD
  • 1985 - 1991: Hans-Jürgen Koebnick , SPD
  • 1991 - 2004: Hajo Hoffmann , SPD (zurückgetreten Februar 2004)
  • 2004 - 19.09.2004: Kajo Breuer , Grüne (kommissarischer Leiter der Stadtverwaltung)
  • 20.09.2004 - heute: Charlotte Britz, Oberbürgermeisterin, SPD
Buch-Tipp: Gebrauchsanweisung für Rom. Besser als jeder Reiseführer Das Buch war für mich eine Offenbarung. Als Italienischdozentin und Romliebhaberin habe ich es verschlungen. Obwohl ich schon viel über Rom gelesen habe und ein Jahr lang selbst das Glück hatte, die Stadt und ihre Einwohner vor Ort in ihrem Alltag auf mich wirken zu lassen, gab mir das Buch noch zahlreiche, gut recherchierte...

Wappen

Innerhalb eines von Schwarz und Silber gestückten Schildbordes unter gespaltenem silbernen Schildhaupt - darin rechts eine rote Rose mit goldenem Samen und grünen Kelchblättern, links schräggekreuzt ein schwarzer Schlägel und ein schwarzes Eisen, unter den Stielenden eine gestürzte schwarze Zange - in Blau ein goldgekrönter, goldbewehrter und rotgezungter silberner Löwe, bewinkelt von vier silbernen Tatzenkreuzen. Die Stadtfarben sind Blau-Weiß.

Die Stadt Saarbrücken, die 1909 durch Vereinigung der Städte Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach entstand, erhielt dieses Wappen in dem Jahre 1911 durch Kaiser Wilhelm II., wobei das Wappen als Brustschild eines Adlers abgebildet war. Es wurde auch als "Kaiserwappen" genannt. Der Wappenschild allein wurde als "Siegelwappen" genannt. Auch die 1974 durch die Gebietsreform vergrößerte Stadt Saarbrücken entschied sich für die Beibehaltung des historischen Wappens in leicht veränderter Form. Die Wappensymbole wurden aus den Wappen der drei früheren Städte übernommen: Die Rose entstammt dem Wappen von St. Johann, Schlägel, Eisen und Zange entstammen dem Wappen von Malstatt-Burbach und der Löwe entstammt dem alten Saarbrücker Wappen.

Buch-Tipp: Im Schatten des Palazzo Farnese. EIN KLASSE DEBÚT Bereits FRED VARGAS erster Kriminalroman strahlt den Charme aus und birgt die Suchtgefahr ihrer späteren Serie um Kommissar Adamsberg. DIE STORY: Einem bekannten Pariser Kunsthistoriker, Henri Valhubert, wird eine bislang unbekannte Michelangelo-Zeichnung angeboten. Sie kann eigentlich ca. aus der Vatikanischen Bibliothek gestohlen...

Städtepartnerschaften

Saarbrücken unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

Buch-Tipp: Istanbul. Erinnerungen an eine Stadt einfach ca. genial für dieses jahr mit abstand das beste buch, was ich bis jetzt gelesen habe. orhan pamuk erzählt aus dem istanbul seiner kindheit. er erzählt liebevoll und in vielen facetten aus seiner stadt. beschreibt sich und seine emotionen bezüglich istanbul, seiner familie und sich selbst. er geht damit offen und selbstkritisch um,...

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Saarbrücken Beschreibung
Saarbrücken Beschreibung
Land unter in Saarbrücken
In Saarbrücken beginnen folgende Bundesautobahnen: in Richtung Osten die A 6 nach Mannheim-Nürnberg, in Richtung Nordwesten die A 623 zu dem Kreuz Neunkirchen zu dem Anschluss an die A 8 und in Richtung Norden die A 1 Trier-Köln. Folgende Bundesstraßen führen durch das Stadtgebiet: B 40 Richtung Kaiserslautern, B 41 Richtung Bad Kreuznach, B 51 Richtung Trier, B 268 Richtung Lebach - Hermeskeil und B 405 Richtung Merzig - Perl.

Ein Problem stellt die Stadtautobahn A 620, die die Stadt entlang der Saar durchschneidet, dar: Neben einer starken Lärmbelastung kommt es regelmäßig zu ihrer Überflutung, was den weitgehenden Zusammmenbruch des Individualverkehrs nach sich zieht.

Saarbrücken ist Eisenbahnknotenpunkt mit Grenzübergang nach Frankreich und Rangierbahnhof.

Den öffentlichen Personennahverkehr ÖPNV versorgen eine Stadtbahnlinie und mehrere Buslinien der Saarbahn GmbH, welche 1997 als Schienenverkehrsunternehmen gegründet wurde. Seit 2002 führt sie auch die Geschäfte der bisherigen "Gesellschaft für Straßenbahnen in dem Saartal".

Medien

Die Stadt ist Sitz des Saarländischen Rundfunks (SR), eine der kleinsten Landesrundfunkanstalten Deutschlands mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken (http://www.sr-online.de/rso)

Als Tageszeitung erscheint die "Saarbrücker Zeitung" und als Wochenzeitung der "Wochenspiegel Saarbrücken".

Bildung und Forschung

  • Universität des Saarlandes, gegründet 1948 von der französischen Militärverwaltung
  • Hochschule der Bildenden Künste Saar; gegründet 1989 in Trägerschaft des Saarlandes
  • Hochschule für Technik und Wirtschaft; gegründet 1971 durch Zusammenschluss der Höheren Wirtschaftsschule, der Staatlichen Ingenieurschule und der Staatlichen Werkkunstschule, erhielt sie 1991 ihren heutigen Namen
  • Musikhochschule des Saarlandes; gegründet 1947 als Staatliches Konservatorium. Dann wurde ein Institut für Katholische Kirchenmusik und ein Institut für Schulmusik errichtet, welche 1957 in eine Staatliche Hochschule für Musik umgewandelt und 1971 in die Trägerschaft des Saarlandes überführt wurden.
  • Fachhochschule für Bergbau; gegründet 1807 unter napoleonischer Besetzung, wurde sie 1816 in Königlich-preußische Bergschule umbenannt. Später hieß sie lediglich Bergschule zu Saarbrücken, dann Bergingenieurschule und 1990 erhielt sie schließlich ihre heutige Nennung
  • Katholische Hochschule für Soziale Arbeit; gegründet 1971 in Trägerschaft des Bistums Trier
  • Max-Planck-Institut für Informatik
  • Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Orchester und Chöre

  • Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken - Das Orchester wurde 1936 gegründet und musste nachdem Zweiten Weltkrieg neu gegründet werden.

Museen

  • Abenteuer-Museum
  • Arzneipflanzenmuseum
  • Geologisches Museum
  • Heimatmuseum St. Arnual
  • Historisches Museum
  • Moderne Galerie
  • Saarland Museum
  • Stadtgalerie
  • Museum für Vor- und Frühgeschichte

Bauwerke

  • Alte Brücke
  • Alte Katholische Kirche St. Johann
  • Altes Rathaus Saarbrücken
  • Evangelische Pfarrkirche St. Johann
  • Friedenskirche
  • Johanniskirche
  • Kongresshalle
  • Landtag
  • Ludwigskirche (evang.), Wahrzeichen der Stadt (Bild der Kirche (http://www.landkreis-neunkirchen.de/tourismus/bilderinhalt/Saarbruecken%20-%20Ludwigskirche.JPG))
  • Rathaus St. Johann
  • Schloss Halberg (Saarländischer Rundfunk)
  • Schloss Saarbrücken mit Schlosskirche
  • St. Albert Kirche
  • Stiftskirche St. Arnual (Bild)


Saarbrücken Beschreibung
Saarbrücken Beschreibung
Felsenwege


Sonstige Sehenswürdigkeiten

  • Deutsch-Französischer Garten
  • St. Johanner Markt
  • Felsenwege in St. Arnual
  • Mithras-Heiligtum am Halberg
  • Spicherer Höhen, unmittelbar an der Stadtgrenze zu Frankreich

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Januar/Februar: Max-Ophüls-Filmfestival, größtes Festival für den deutschsprachigen Nachwuchs-Film
  • Rosenmontag: Fastnachtzug in Burbach
  • März bis Oktober: jeden zweiten Samstag in dem Monat großer Flohmarkt in der Franz-Josef-Röder-Straße
  • Mai: Fest am Schloss
  • Mai/Juni: Maifest in Burbach
  • Mai: Perspectives du Théâtre
  • Juni: "Licht und Blumen"
  • Anfang Juni/Ende August: "Sonntags ans Schloss"
    • 11.00 Uhr - Matinée: Live-Konzert der Richtungen Blues und Rhythm `n` Blues
    • 15.00 Uhr - Kultur für Kids: Kinderprogramm
    • 18.00 Uhr - Soirée: Live-Konzert der Richtungen A-Cappella, Pop, Rock & Funk
  • Juli/August: Altstadtfest in St. Johann
  • Juli/August: Nauwieserfest in St. Johann
  • August: "Saarspektakel"
  • September: Deutsch-französischer Weinmarkt
  • September: Fest um die Ludwigskirche
  • Oktober: "Intermarionett" (Marionettentheater-Festival)
  • November: "Electricity"-Festival
  • 1. Adventswochenende: Alt-Saarbrücker Weihnachtsmarkt um das Schloss
  • November/Dezember: Christkindl-Markt auf dem St. Johanner Markt

Sport

Bekanntester Fußballverein Saarbrückens und des Saarlandes ist der 1. FC Saarbrücken. Er spielte insgesamt 5 Spielzeiten in der Bundesliga: 1963/64, 1976-1978, 1985/86 und 1991/92. Der 1. FC Saarbrücken belegte 2003/04 den 3. Platz in der Regionalliga Süd und stieg somit wieder in die 2. Bundesliga auf. Trainiert wird die Mannschaft von Horst Ehrmantraut.Neben Fußball wird auch American Football in Saarbrücken gespielt. Die Saarland Hurricanes spielen seit 2 Tausend in der 1. Bundesliga der German Football League (GFL).

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

In der Reihenfolge der Verleihung des Ehrenbürgerrechts (bislang ca. eine sehr kleine Auswahl):

  • 1856?: Gustav Bruch , Bierbrauer
  • 1987: M. Jean Porhiel , *9. Juli 1907 † 22. Februar 1991, Begründer der Städtepartnerschaft mit Nantes
  • 2003 posthum: Willi Graf, Widerstandskämpfer in dem Dritten Reich, Mitglied der Weißen Rose, *2. Januar 1918 in Kuchenheim bei Euskirchen, wuchs in Saarbrücken auf, † 12. Oktober 1943 (hingerichtet)

Söhne und Töchter der Stadt

Die folgende Übersicht enthält bedeutende, in Saarbrücken geborene Persönlichkeiten chronologisch aufgelistet nachdem Geburtsjahr. Ob die Personen ihren späteren Wirkungskreis in Saarbrücken hatten oder nicht ist dabei unerheblich. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Sonstige Persönlichkeiten:

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